Symbol für Vielfalt und Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft Landjugend überreicht Ministerin Daniela Schmitt die Erntekrone

Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat von den Landjugendverbänden Rheinland-Pfalz am 27. Oktober 2025 die diesjährige Erntekrone überreicht bekommen. Die traditionelle Übergabe würdigt jedes Jahr die Arbeit und das Engagement der Landwirt*innen und Winzer*innen im Land.

In diesem Jahr wurde die Erntekrone von der Landjugendgruppe Eifel gebunden. Sie vereint die regionalen Erntegüter Getreide, Hopfen und Gerste und steht symbolisch für die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft.

Im Anschluss an die Übergabe tauschten sich die Vertreter*innen der Landjugend mit der Ministerin zu aktuellen agrarpolitischen Themen aus. Dabei standen unter anderem die gemeinsame Agrarpolitik der EU und die Forderung nach mehr Planungssicherheit für Junglandwirt*innen im Mittelpunkt. Auch die Ausbildung in den Grünen Berufen wurde intensiv diskutiert – insbesondere der Rückgang der Ausbildungszahlen sowie der Lehrkräftemangel an den Berufsschulen.

Weitere Themen waren der Mindestlohn und die aktuelle Weinabsatzkrise. Ministerin Schmitt appellierte an die Jungwinzer*innen, den Fokus verstärkt auf Qualität, Vertrieb und Marketing zu legen, um neue Perspektiven zu schaffen und sich langfristig zukunftssicher aufzustellen.

Ein besonderes Augenmerk galt zudem der Rolle von Frauen in der Landwirtschaft. Ministerin Schmitt ermutigte die Teilnehmer*innen, sichtbar zu sein, Verantwortung zu übernehmen und ihre Ziele entschlossen zu verfolgen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hob die Ministerin die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in der Verbandsarbeit hervor. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass sich insbesondere junge Menschen – und gerade junge Frauen – weiterhin aktiv in die landwirtschaftliche Interessenvertretung einbringen.

Die Vertreter*innen der Landjugendverbände RheinhessenPfalz und Rheinland-Nassau gemeinsam mit Daniela Schmitt (5.v.l.).

Text und Bild: Landjugend RheinhessenPfalz

Hartelt: Es braucht den Willen zu gestalten Bauern und Winzer im südlichen Rheinland-Pfalz mit Forderungen an die zukünftige Landesregierung

Die rheinland-pfälzische Landesregierung muss ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen, um Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen. Das ist die zentrale Forderung der Landwirte und Winzer aus Rheinhessen und der Pfalz mit Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr. Bei der Delegiertentagung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) am 29. Oktober 2025 verabschiedeten sie eine Resolution mit ihren Anliegen.

Durch die in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegenen Produktionskosten ist die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im Land massiv gesunken. Die derzeitige Phase mit niedrigen Erzeugerpreisen verschärft die Situation erheblich. Daher braucht es dringend Entlastungen: ein umfangreicher Bürokratieabbau, keine zusätzliche Verschärfung von Bundes- und EU-Recht, steuerliche Erleichterungen, mehr Eigenverantwortung statt mehr Kontrollen, schnelle und einfache Planungs-, Genehmigungs- und Förderverfahren.

Auch wenn große Richtungsentscheidungen in der Agrarpolitik in Brüssel und Berlin getroffen werden, kann Rheinland-Pfalz zielführende Maßnahmen umsetzen oder sich über den Bundesrat für entsprechendes Handeln auf Bundes- und europäischer Ebene einsetzen. BWV-Präsident Ökonomierat Eberhard Hartelt betonte gegenüber dem anwesenden rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Alexander Schweitzer, dass es aber nicht nur die Möglichkeit zum Gestalten braucht, sondern auch den Willen. Außerdem müssen junge Menschen ermutigen werden in die Grünen Berufe zu gehen, unternehmerisch tätig zu sein und Höfe zu übernehmen – dafür brauchen sie eine Perspektive.

Insbesondere mit Blick auf die schwierige Lage im Weinbau sehen die Delegierten das Weinbauland Nummer eins in der Pflicht. Zwar wurden gemeinsam mit den Weinbauverbänden viele Dinge auf den Weg gebracht, um die Winzer im Land zu unterstützen, aber die Maßnahmen reichen nicht aus. Alle Optionen die sich im Weinsektor auf Bundes- und europäischer Ebene für das Land ergeben, müssen gemeinsam mit der Branche geprüft und bei Bedarf kurzfristig und unbürokratisch umgesetzt werden, damit der Weinbau eine erfolgreiche Zukunft hat. Bei der Viehhaltung im Land geht es bereits um die Existenz. Sowohl Produktion als auch Verarbeitung sind kleinstrukturiert, was zu vergleichsweisen hohen Kosten führt. Wird hier nicht gegengesteuert, verlagert sich Viehhaltung weiter in die viehintensiven Gebiete oder ins Ausland. Damit wäre auch der unmittelbar verbundene Grünlanderhalt bedroht.

Grundvoraussetzung für notwendige Erträge und Qualitäten in der gesamten Landwirtschaft ist eine ausreichende Wasserversorgung, die durch den Klimawandel gefährdet ist.

Um eine effiziente Wassernutzung zu erreichen, braucht es Förderung von Beregnungstechnik und -infrastruktur, Rückhalte- und Speichermöglichkeiten.  Mit Blick auf Natur- und Umweltschutz sprechen sich die Landwirte und Winzer für Kooperation statt Verbote aus. Starres Ordnungsrecht und Verbotskultur bremsen freiwilliges Engagement in diesem Bereich aus.

Damit die Anliegen des Berufsstandes auch schnell umgesetzt werden können, braucht es aus aber eine leistungsstarke Agrarverwaltung. Überschneidende Zuständigkeiten und Kompetenzen führen nicht nur zu Verzögerungen, sondern auch zu Mehraufwand bei der Unternehmensführung in den Betrieben. Zur Steigerung der Effizienz und zur Verbesserung der Servicequalität ist deshalb eine Reform der Agrarverwaltung mit dem Ziel einer deutlichen Verschlankung notwendig.

=> Resolution BWV-Delegiertentagung 2025

Erfolgreicher Macher für den Weinbau und Rheinhessen Höchste Auszeichnung des Bauern- und Winzerverbandes für Ökonomierat Ingo Steitz

Herausragendes Engagement für den Weinbau, den landwirtschaftlichen Berufsstand und seine Heimat Rheinhessen: Ökonomierat Ingo Steitz aus Badenheim setzt sich seit mehr als vier Jahrzehnten erfolgreich für die Winzer und Landwirte in der Region und weit darüber hinaus ein. Bei der Delegiertentagung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) am 29. Oktober 2025 wurde er dafür mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes, der Goldenen Ehrennadel, geehrt.

In zahlreichen Ämtern und Funktionen hat der 67-jährige maßgeblich zur positiven Entwicklung des Gebietes Rheinhessen, insbesondere des Weinbaus beigetragen. BWV-Präsident Ökonomierat Eberhard Hartelt unterstrich in seiner Laudatio die Eigenschaft Steitz‘ als Macher, der mit Tatendrang, Glauben an das Potential des „Landes der 1.000 Hügel“ und Gestaltungswillen viel erreicht hat.

Nach seiner Zeit als Vorsitzender der Landjugend auf regionaler und Bundesebene wurde Steitz 1990 zum Vizepräsidenten des damaligen Bauernverbandes Rheinhessen gewählt und übernahm 1992 nach der Fusion zum Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V., das Amt des 1. Vizepräsidenten bis ins Jahr 2022. Ab dem Jahr 2003 engagierte sich der Weinbautechniker und Weingutsinhaber verstärkt im Weinbau. 20 Jahre lang war er Präsident des Weinbauverbandes Rheinhessen und fast ebenso lang Vizepräsident des Deutschen Weinbauverbandes. Bis 2025 war er Mitglied des Vorstandes des Rheinhessenwein e.V. und des Rheinhessen Marketing e.V. Den Vorsitz der Schutzgemeinschaft Rheinhessen und des Verwaltungsrates der Wiederaufbaukasse Rheinland-Pfalz hat er bis heute inne.

Steitz erkannte früh die Notwendigkeit einer qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Weinbaus und setzte diese Strategie in seinen Ämtern konsequent um. Auf diesem Weg gelang es, dass Rheinhessen in die Spitze der deutschen Weinanbaugebiete vorrückte und heute eine der innovativsten und dynamischsten Regionen ist. Sein zweiter Fokus liegt auf der Arbeit in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Von 1993 bis 2012 war er alternierender Vorsitzender bzw. Vorstandvorsitzender der damals eigenständigen regionalen landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Mit Bildung des Bundesträgers SVLFG im Jahr 2013 wurde er zunächst Vorsitzender des Finanzausschusses und gehört seit 2017 dem Vorstand an.

Darüber hinaus war Steitz bis zum vergangenen Jahr Mitglied des Vorstandes und der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und Vorstandsmitglied des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften Rheinland-Pfalz.

Bei der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz ist er seit fast 30 Jahren Vorsitzender.

Steitz wurde 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 2024 zum Ökonomierat ernannt. BWV-Präsident Hartelt betonte, dass solche Persönlichkeiten nicht nur für eine erfolgreiche Interessenvertretung von großem Wert sind, sondern ihr Engagement zu einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft beiträgt. Steitz habe sich dabei in besonderer Weise verdient gemacht.

 

„Völlig unangemessen“ GLFA weist IG BAU-Forderung nach 15 Prozent mehr Lohn zurück

(GLFA) Zur Forderung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, den Lohn für Beschäftigte in der Landwirtschaft um 15 Prozent zu erhöhen, erklärt der Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) Hans-Benno Wichert:

„Die Forderung nach einer Entgelterhöhung um 15 Prozent ist in der aktuellen Lage völlig unangemessen und übersteigt die wirtschaftlichen Möglichkeiten unserer Betriebe. Die am 31. Oktober 2025 beginnende Tarifrunde fällt in eine Zeit, in der die Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse einbrechen, sei es im Getreide- oder Schweinesektor oder sich abzeichnend auch im Milchsektor. Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe kämpfen angesichts des steigenden Mindestlohns und des massiven Wettbewerbsdrucks durch im Ausland zu weit günstigeren Löhnen produzierter Erzeugnisse vielfach um ihre Existenz. Mit ihrer überzogenen Forderung gefährdet die Gewerkschaft landwirtschaftliche Produktion in Deutschland und damit die Arbeitsplätze der in der Landwirtschaft beschäftigten Arbeitnehmer.

Die Tarifabschlüsse der letzten Jahre haben den steigenden Verbraucherkosten bereits durch überdurchschnittliche Lohnerhöhungen Rechnung getragen und viele Betriebe an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Die aktuelle Inflation von 2,4 Prozent rechtfertigt die Forderung nach einem Lohnplus von 15 Prozent in keiner Weise.

Ein Tarifabschluss muss den tatsächlichen Rahmenbedingungen der Betriebe angemessen Rechnung tragen. Deshalb appellieren wir an die Gewerkschaft, bei den Verhandlungen einen sachlichen und realistischen Kurs einzuschlagen, der die finanziellen Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Unternehmen berücksichtigt. Um diesen die nötige Planungssicherheit zu geben, ist eine Laufzeit von 24 Monaten anzustreben.“

Der Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) ist die Vereinigung aller Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände in der Bundesrepublik Deutschland und repräsentiert seine 20 Mitgliedsverbände. Die Aufgabe des Gesamtverbandes ist die Förderung der gemeinschaftlichen tarif-, arbeits- und sozialpolitischen Belange seiner Mitglieder.

 

Mercosur-Abkommen bedroht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft EU-Rat und Parlament müssen nun auf Nachverhandlungen drängen

(DBV) Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbands, Stefanie Sabet, kritisiert die unzureichenden Nachbesserungen an dem heute von der EU-Kommission vorgestellten Handelsabkommen mit Mercosur in aller Deutlichkeit: „Das Mercosur-Abkommen bleibt im Bereich Landwirtschaft unverändert, das lehnen wir ab. Nach über 20 Jahren Verhandlungen ist es nicht gelungen, die Kernprobleme des Abkommens für die deutsche und europäische Landwirtschaft aufzulösen.“

„Das Agrarkapitel und die Marktöffnung für landwirtschaftliche Produkte sind nach wie vor unausgeglichen und begünstigen eindeutig die Erzeuger in den Mercosur-Ländern.“ Der Deutsche Bauernverband befürchtet negative Markteffekte in der EU und auch in Deutschland, insbesondere für die Produktgruppen Rindfleisch, Geflügel, Zucker und Ethanol, und das in einer ohnehin volatilen Marktsituation. „Es bleibt ungewiss, ob die vereinbarten Schutzklauseln entstehende Probleme wirklich lösen können. Bisher liefert die EU-Kommission auch keine Lösungen für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion in Europa, die durch Importe mit niedrigeren Tierwohl-, Klima- und Umweltstandards zusätzlich geschwächt wird“, so Sabet.

„Den neuen politischen Prioritäten der EU zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Abkommen somit nicht gerecht. Vor dem Hintergrund der bestehenden Kernprobleme braucht es weitere Nachverhandlungen und eine echte Stärkung der deutschen und europäischen Landwirtschaft, damit Handelspolitik nicht nur bei der Industrie, sondern auch bei unseren Bäuerinnen und Bauern ankommt“, so DBV-Generalsekretärin Sabet. Zwingend erforderlich sei es daher, den Agrarteil des Mercosur-Abkommens nachzubessern und die hohen europäischen Standards darin zu verankern. Für diese Forderungen müssen sich auch das Europäische Parlament und der Europäische Rat als nun entscheidende Institutionen starkmachen.

Die Deutschen Bauern bekennen sich ausdrücklich zum Freihandel, erwarten jedoch einen klaren Einsatz der EU für die europäische Landwirtschaft in Freihandelsverhandlungen.

Schnelles und effektives Handeln dringend erforderlich Statement der Weinbauverbände Rheinhessen und Pfalz zum "Weinbaupaket 2025+"

Die Weinbauverbände Rheinhessen und Pfalz bewerten das von der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Daniela Schmitt vorgelegte „Weinbaupaket 2025+“ grundsätzlich positiv. Darin werden viele Punkte aufgeführt, die seit vielen Monaten auch seitens der Branche angestoßen wurden. Die Landesregierung zeigt, dass sie den Ernst der Lage erkannt hat und die Winzerfamilien unterstützen möchte.

Um sich im starken Wettbewerb zu behaupten und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, ist insbesondere der Ausbau von Marketingaktivitäten von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus sollte der Fokus vor allem auf Maßnahmen liegen, die schnell auf den Weg gebracht werden können. Hierzu gehört u.a. ein europaweiter, absoluter Anbaustopp.

Zur direkten Entlastung der Betriebe würde zudem die zeitnahe Einführung der sogenannten Rotationsbrache beitragen, bei der die übergangsweise Rodung von Weinbergen mit Biodiversitätsleistungen verknüpft und entsprechend honoriert wird.

Darüber hinaus gab es in der Vergangenheit bereits viele gute Ideen, die bisher aber entweder an rechtlichen Hürden oder an zu langen Umsetzungszeiträumen gescheitert sind. Dies betrifft zum Beispiel die mehr als unflexible Anpassung bereits bestehender Fördermaßnahmen an die aktuellen Bedürfnisse.

Grundsätzlich erwarten die Winzerinnen und Winzer aus Rheinhessen und der Pfalz vor dem Hintergrund der derzeitigen Herausforderungen auf allen politischen Ebenen schnelles, pragmatisches und lösungsorientiertes Handeln.

Donnersberger Landwirte als „Klimahelden“ ausgezeichnet Landrat Guth würdigt Engagement für Natur- und Klimaschutz

Im Jahr 2020 haben sich in Rheinland-Pfalz in den Landkreisen Ahrweiler und Donnersbergkreis zwei Modellkooperationen gegründet. In Anlehnung an das sogenannte „Niederländische Modell“ sollten geförderte Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) gebündelt umgesetzt werden. Ziele waren den Verwaltungsaufwand zu senken, den ökologischen Wert der Maßnahmen zu steigern sowie mehr Flexibilität in der Umsetzung und bei der Entwicklung regional angepasster Maßnahmen zu erlangen. Durch den Aufbau einer internen Beratungs- und Kontrollstruktur sollte zudem das Sanktionsrisiko für die Landwirte verringert werden.

Im Donnersbergkreis gründete sich hierzu im Juni 2020 der Verein der „Donnersberger Landwirte für Naturschutz e.V.“, um dieses Vorhaben umzusetzen. Über die Jahre stieg die Mitgliederzahl auf über 50 Betriebe und die eingebrachten Vertragsflächen haben sich mit aktuell ca. 1200 ha seit dem Beginn (2020: 110 ha) mehr als verzehnfacht. Die Mitgliedsbetriebe repräsentieren inzwischen ca. ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche des Kreises und erbringen einen im Vergleich zum Kreisgebiet überproportionalen Anteil an AUKM-Vertragsflächen. Trotz zwischenzeitlicher Stilllegungspflicht von Ackerflächen, attraktiverer Prämienzahlung aus anderen Fördermaßnahmen und der anhaltenden Flächennachfrage für Freiflächen-Photovoltaik, haben die AUKM-Flächen im Verein nicht abgenommen. Das ist ein Zeugnis unserer guten Arbeit sind sich Gerold Füge (1. Vorsitzender) und Dr. Thomas Keller (Geschäftsführer) sicher. Wie es zukünftig weitergeht, wissen beide indes noch nicht. Der Verein und die Mitgliederbetreuung sollen bestehen bleiben, auch wenn die Förderung des Modellprojektes seitens der Landesregierung in diesem Jahr endet.

Die gute Arbeit des Vereins wurde auch außerhalb des Berufsstandes wahrgenommen. Der Austausch mit der Kreisverwaltung ist sehr gut und auch die Gespräche mit Naturschutzverbänden im Kreis wurden intensiviert. „Ein besseres Verständnis für die Belange aller Seiten hilft Probleme zu vermeiden, bevor diese entstehen“, so Füge.

Jetzt würdigte der Landkreis das bisher Geleistete. Landrat Reiner Guth überreichte dem Verein am 13. August 2025 die Auszeichnung als „Donnersberger Klimaheld“. Guth dankte für den wichtigen Beitrag des Vereins und seiner Mitglieder zum Natur- und Klimaschutz im Landkreis. Im Beisein mehrerer Vorstands- und Vereinsmitglieder sowie einem Vertreter der Landwirtschaftskammer sicherte er dem Verein seine Unterstützung für die zukünftige Arbeit zu.

Mit der Ehrung zum „Donnersberger Klimaheld“ zeichnet die Kreisverwaltung Donnersbergkreis regelmäßig Personen, Unternehmen oder Vereine aus, die sich zum Schutz des Klimas und der Natur engagieren und durch ihr Handeln eine Vorbildrolle in Sachen Nachhaltigkeit einnehmen.

Text: Donnersberger Landwirte für Naturschutz e.V.

© Kreisverwaltung Donnersbergkreis | v.l.: Mark Landfried (Mitglied), Jochen Cornelius (Mitglied, Vertreter Landwirtschaftskammer), Dr. Thomas Keller (Geschäftsführer), Landrat Rainer Guth, Gerold Füge (1. Vorsitzender), Dr. Bernd Reineke-Franck (2. Vorsitzender), Jens Brumm (Vorstandsmitglied)

Neuer Hauptgeschäftsführer beim Bauern- und Winzerverband RLP Süd Dirk Gerling übernimmt die hauptamtliche Spitze zum 1. September

Der Verbandsrat des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) hat Dirk Gerling aus Neustadt an der Weinstraße zum neuen Hauptgeschäftsführer bestellt. Er tritt zum 1. September 2025 die Nachfolge von Andrea Adams an, die im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit verstorben ist. Stellvertretender Hauptgeschäftsführer bleibt Andreas Köhr.

BWV-Präsident Ökonomierat Eberhard Hartelt: „Mit Dirk Gerling bekommen wir einen Hauptgeschäftsführer, der unseren Verband und die Strukturen unserer Branche von Grund auf kennt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm an neuer Stelle für unsere Mitglieder in Rheinhessen und der Pfalz.“

Gerling ist bereits seit dem Jahr 2001 im BWV tätig und verantwortet als Bezirksgeschäftsführer die Geschäftsstelle des Verbandes für die Vorder- und Südpfalz in Neustadt. Der 54-jährige hat außerdem die Geschäftsführung des Weinbauverbandes Pfalz inne. Darüber hinaus gehört er seit vielen Jahren verschiedenen Gremien landwirtschaftlicher Institutionen auf Landes- und Bundesebene an. Gerling ist in der Vorderpfalz aufgewachsen und hat Agrarwissenschaften in Gießen studiert. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Neuer Hauptgeschäftsführer Dirk Gerling steht vor Weinreben
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